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Psyche & Traumatherapie – wenn der Körper die Seele mitbehandelt

Psychische Beschwerden wie Angst, Niedergeschlagenheit, Schlafstörungen oder innere Unruhe haben häufig auch körperliche Ursachen – und umgekehrt hinterlassen belastende Erlebnisse Spuren im Körper. In meiner Praxis verbinde ich deshalb körperorientierte Naturheilkunde mit Traumatherapie.

Wichtig zu wissen: Traumatherapie bedeutet nicht, dass Sie über alles sprechen müssen. Mit den beiden Methoden, die ich anbiete, ist eine behutsame Verarbeitung möglich, ohne dass Sie belastende Erlebnisse im Detail erzählen. Sie bestimmen jederzeit das Tempo.

EMDR (Eye Movement Desensitization and Reprocessing)

EMDR ist eine wissenschaftlich gut untersuchte Methode zur Behandlung von Traumafolgestörungen. Die Weltgesundheitsorganisation empfiehlt sie seit 2013 – neben der traumafokussierten Verhaltenstherapie – zur Behandlung der posttraumatischen Belastungsstörung. Eingesetzt wird EMDR auch bei Ängsten, Phobien oder belastender Trauer; dort ist die Studienlage allerdings dünner.

Bei EMDR werden beide Gehirnhälften abwechselnd angeregt, bei mir zum Beispiel mit sehr leiser, wechselseitiger Musik über Kopfhörer. Das soll dem Gehirn helfen, belastende Erinnerungen zu verarbeiten, sodass sie an emotionaler Wucht verlieren und als Teil der eigenen Geschichte eingeordnet werden können. Wie schnell sich etwas verändert, ist von Mensch zu Mensch sehr verschieden.

Comprehensive Resource Model (CRM)

CRM ist ein körperorientiertes Traumatherapie-Verfahren, das die Psychotherapeutin Lisa Schwarz entwickelt hat. Ich setze es besonders bei komplexen und frühen Belastungen ein. Bevor belastende Inhalte überhaupt berührt werden, baut CRM zuerst innere Ressourcen und Zustände von Sicherheit auf – über Atmung, Körperwahrnehmung und innere Bilder. Das Nervensystem soll dadurch stabil genug sein, um Schweres tragen zu können.

CRM ist ein noch junges Verfahren, und Studien dazu gibt es bisher nur wenige. In meiner Praxis erlebe ich es als besonders behutsam – gerade für Menschen, die bisher das Gefühl hatten, dass Therapie sie überfordert. Mehr dazu lesen Sie in meinem Artikel Trauma und Körper und hören Sie in meiner Podcastfolge Trauma im Körper – warum Reden allein nicht reicht.

Wenn Sie schon in Behandlung sind – oder in einer Krise

Wenn Sie bereits psychotherapeutisch oder psychiatrisch begleitet werden, lässt sich meine Arbeit gut damit verbinden. Sprechen Sie Ihre Behandlerin oder Ihren Behandler gern darauf an.

In einer akuten Krise erreichen Sie die Telefonseelsorge rund um die Uhr unter 0800 111 0 111, den ärztlichen Bereitschaftsdienst unter 116 117 und im Notfall den Rettungsdienst unter 112.

Ob eine der beiden Methoden für Sie passt, klären Sie am besten in einem Erstgespräch mit mir. → Termin buchen